Satzung

satzung

der Wohngenossenschaft Puls 10 eG

  1. Name, Sitz, Gegenstand, Geschäftsjahr
    1. Die Firma der Genossenschaft lautet Wohngenossenschaft Puls 10 eG.
    2. Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Dresden.
    3. Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung ihrer Mitglieder vorrangig durch eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung.
    4. Die Genossenschaft kann sich an Unternehmen beteiligen und Zweigniederlassungen errichten.
    5. Geschäfte mit Nichtmitgliedern sind zulässig.
    6. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.                                                                           
  2. Geschäftsanteil, Zahlungen, Rücklagen, Nachschüsse, Rückvergütung, Verjährung
    1. Ein Geschäftsanteil beträgt 50 Euro.
    2. Als Eintrittsgeld werden 4 Geschäftsanteile, also 200 Euro festgelegt, die dem Pflichtanteil entsprechen. Dieser ist sofort einzuzahlen.
    3. Jedes Mitglied, dem eine Wohnung oder Geschäftsraum überlassen wird oder überlassen worden ist, hat einen angemessenen Beitrag zur Aufbringung der Eigenleistung durch Übernahme weiterer Geschäftsanteile nach dem im Anhang gemäß Wohnungsgröße festgelegten Schlüssel zu übernehmen. Diese Anteile sind ebenfalls Pflichtanteile.
    4. Die Mitglieder können zudem bis zu zehn freiwillige Geschäftsanteile übernehmen.
    5. Der gesetzlichen Rücklage sind mindestens 10 % des Jahresüberschusses zuzuführen, bis mindestens 100 % der Summe der Geschäftsanteile erreicht sind.
    6. Die Mitglieder sind nicht zur Leistung von Nachschüssen verpflichtet.
    7. Die Mitglieder haben Anspruch auf die vom Vorstand beschlossene Rückvergütung.
    8. Ansprüche auf Auszahlung von Gewinnen, Rückvergütungen und Auseinandersetzungsguthaben verjähren in zwei Jahren ab Fälligkeit. Die Beträge werden den Rücklagen zugeführt.
  1. Generalversammlung
    1. Die Generalversammlung wird vom Vorstand oder dem Bevollmächtigten (§5) durch unmittelbare Benachrichtigung sämtlicher Mitglieder in Textform einberufen. Die Einladung muss mindestens zwei Wochen, Ergänzungen und Änderungen der Tagesordnung müssen mindestens eine Woche vor der Generalversammlung erfolgen. Die Mitteilungen gelten als zugegangen, wenn sie zwei Werktage vor Beginn der Frist abgesendet worden sind. Die Einladung kann auch elektronisch erfolgen, z.B. per E-Mail.
    2. Die Generalversammlung wird vom Bevollmächtigten geleitet. Bei dessen Verhinderung bestimmt die Generalversammlung die Versammlungsleitung.
    3. Die Generalversammlung ist unabhängig von der Zahl der Teilnehmer beschlussfähig.
    4. Jedes Mitglied hat eine Stimme.
    5. Die Generalversammlung beschließt über die nach dem Gesetz und der Satzung vorgesehenen Gegenstände, insbesondere auch über alle Arten von Grundstücksgeschäften, Erwerb oder Veräußerung von Unternehmen und Beteiligungen sowie über Investitionen von mehr als 10.000 Euro oder Dauerschuldverhältnisse mit einer jährlichen Belastung von mehr als 5.000 Euro.
    6. Beschlüsse werden gem. § 47 GenG protokolliert.
    7. Die Generalversammlung kann als Online-Generalversammlung abgehalten werden.
    8. Die Generalversammlung kann sich mit einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen eine Geschäftsordnung geben in der auch die Regeln über die elektronische Kommunikation bzw. der Online-Generalversammlung festgelegt sind.
  1. Vorstand
    1. Der Vorstand besteht aus mindestens einem Mitglied.
    2. Der Vorstand führt die Genossenschaft in eigener Verantwortung. Er kann sich eine Geschäftsordnung geben, die der Zustimmung der Generalversammlung bedarf. In den nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung vorgesehenen Fällen bedarf der Vorstand der Zustimmung der Generalversammlung. Die Zustimmung kann für gleichartige Geschäfte generell erteilt werden.
    3. Der Vorstand bedarf für die Aufnahme des 21. Mitglieds der Zustimmung der Generalversammlung. Bei der Einladung zu dieser Generalversammlung hat der Vorstand vorsorglich Wahlen zum Vorstand und Aufsichtsrat sowie entsprechende Satzungsänderungen auf die Tagesordnung zu setzen.
  1. Bevollmächtigter, Revisionskommission
    1. Die Genossenschaft hat keinen Aufsichtsrat. Die gesetzlichen Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats nimmt die Generalversammlung wahr.
    2. Die Generalversammlung wählt für die Dauer von 3 Jahren einen Bevollmächtigten.
    3. Der Bevollmächtigte vertritt die Genossenschaft gegenüber den Vorstandsmitgliedern und nimmt die übrigen ihm nach dem Gesetz zugewiesenen Aufgaben wahr.
    4. Die Generalversammlung bestimmt eine Revisionskommission, die aus dem Bevollmächtigten und mindestens einem weiteren Revisor besteht. Im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses übernimmt die Revisionskommission die Aufgaben des Aufsichtsrats nach § 38 Abs. 1 Satz 3 GenG.                                                        
  2. Auskunftsrecht
    1. Auf Anfrage ist Mitgliedern Auskunft über Angelegenheiten der Genossenschaft zu geben, soweit das zur sachlichen Beurteilung des Gegenstandes erforderlich ist. Die Auskunft erteilt der Vorstand oder der Bevollmächtigte.                                               
  3. Beendigung der Mitgliedschaft, Ausschluss, Auseinandersetzung
    1. Die Kündigungsfrist beträgt 12 Monate zum Schluss des Geschäftsjahres.
    2. Die Mitglieder sind verpflichtet, der Genossenschaft ihre Anschrift mitzuteilen. Nicht erreichbare Mitglieder können ausgeschlossen werden.
    3. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Gegen den Ausschließungsbeschluss kann binnen 4 Wochen nach Absendung bei der Generalversammlung Widerspruch eingelegt werden (Ausschlussfrist). Erst nach der Entscheidung der Generalversammlung kann der Ausschluss gerichtlich angefochten werden. Über den Ausschluss von Vorstandsmitgliedern oder des Bevollmächtigten entscheidet die Generalversammlung.
    4. Beim Auseinandersetzungsguthaben werden Verlustvorträge anteilig abgezogen. Das Guthaben haftet der Genossenschaft als Pfand für etwaige Ansprüche gegenüber dem betreffenden Mitglied.                                                                                                                                         
  4. Bekanntmachungen
    1. Bekanntmachungen erfolgen durch unmittelbare Information der Mitglieder. Bekanntmachungen, deren Veröffentlichung vorgeschrieben ist, erfolgen unter der Firma der Genossenschaft im Dresdner Amtsblatt.

Ω ―

Diese Satzung ist durch die Mitgliederversammlung am 25.05.2013 beschlossen worden.

Die Satzung ist am 09.07.2013 in das Genossenschaftsregister des Amtsgerichtes Dresden unter der Registriernummer GnR 244 eingetragen worden.                                                                                                                                                         

Anhang zur Satzung der Wohngenossenschaft Puls 10 eG

Der Schüssel zur Übernahme von Pflichtanteilen errechnet sich aus den bisher in DM geführten und in der Mitgliederliste festgeschriebenen Anteilen, gerundet auf volle Anteile zu je 50 €.

Berechnet werden pro Genossenschaftsmitglied

4 Pflicht-Anteile

und, gemäß Satzung § 2 Absatz 3,

weitere Pflichtanteile für das Wohnhaus Pulsnitzer Str. 10 in 01099 Dresden

für

Wohnung 01   EG Links          65 Anteile,

Wohnung 02   EG Rechts    257 Anteile,

Wohnung 03  1.OG Links    162 Anteile,

Wohnung 04  1.OG Rechts 248 Anteile,

Wohnung 05  2. OG Links    210 Anteile,

Wohnung 06  2. OG Rechts 206 Anteile,

Wohnung 07  3. OG Links    164 Anteile,

Wohnung 08  3.OG Rechts  240 Anteile,

Wohnung 09  4. OG Links    174 Anteile,

Wohnung 10 4. OG Rechts    88 Anteile

die von den im Dauernutzungsvertrag eingetragenen Genossenschaftsmitgliedern zu erbringen und vom Vorstand in die Mitgliederliste einzutragen sind.

 

Ein Gedanke zu „Satzung“

  1. Diese Satzung wurde geprüft und in weiten Teilen nicht beanstandet. (Verbesserungsvorschläge gab es dennoch.)
    Als Muster kann sie für andere, an der Rechtsform „Kleingenossenschaft“ Interessierte gern kopiert werden.
    Bei Bedarf werden auch die Verbesserungsvorschläge nachgeliefert.

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